Kredit für Arbeitslose

Arbeitslose gehören zu den Personenkreisen, die es am schwierigsten haben, bei der Bank einen Kredit zu bekommen. Bei den meisten Banken, egal, ob es sich um Filialbanken oder um Direktbanken handelt, werden Kreditanträge von Arbeitslosen abgelehnt. Arbeitslose beziehen zwar ein Entgelt in Form des Arbeitslosengeldes, doch ist dieses Arbeitslosengeld meistens nur gering. Es wird höchstens ein Jahr lang gezahlt, danach kann der Arbeitslose höchstens noch Hartz-IV-Leistungen beziehen. Für Bezieher von Hartz-IV-Leistungen besteht erst recht keine Chance auf einen Kredit. Es ist sehr unsicher, ob und wann Arbeitslose wieder eine Anstellung finden. Dennoch können Arbeitslose bei verschiedenen Anbietern und beim Vorliegen bestimmter Voraussetzungen einen Kredit beantragen.

Überlegungen vor der Kreditaufnahme

Arbeitslose, die einen Kredit aufnehmen wollen, sollten die Kreditsumme nur so gering wie möglich ansetzen. Nur ein Kleinkredit ist geeignet, die Summe sollte nicht höher als 1.000 oder 2.000 Euro sein. Ein Problem ist die Laufzeit, da Arbeitslose nie sicher sagen können, ob und wann sie eine Anstellung finden. Die Laufzeit sollte möglichst nicht mehr als ein Jahr betragen, höchstens zwei Jahre sollte man ansetzen. Günstig ist es, wenn man Rücklagen hat, auf die man zugreifen kann, wenn die Zeit der Arbeitslosengeldzahlung ausläuft. In den meisten Fällen haben Arbeitslose nur ein geringes Arbeitslosengeld, sie sollten daher die Raten in angemessener Höhe ansetzen. Einige Arbeitslose, die vorher ein gutes Einkommen erzielt haben, verfügen über ein Arbeitslosengeld, das höher ist als das Gehalt von so manchem Arbeitnehmer. Trotzdem sollten sie vorsichtig bei der Kreditaufnahme sein. Oft können Arbeitslose auf einen Kredit nicht verzichten, das ist der Fall, wenn sie keine Rücklagen haben. Ein neues Auto oder eine Reparatur am Auto kann fällig werden, ebenso können verschiedene Konsumgüter erforderlich sein. Ein neuer PC oder ein neues Notebook kann den Wiedereinstieg ins Berufsleben erleichtern, dafür ist oft ein Kredit erforderlich. Hat man als Arbeitsloser einen Dispokredit, so kann es verlockend sein, ihn für derartige Ausgaben in Anspruch zu nehmen. Allerdings sollten Arbeitslose genau prüfen, ob es günstiger ist, den Dispokredit zu nutzen oder einen Kredit zu beantragen. Sie sollten daher den Kreditvergleich im Internet nutzen und die Zinsen bei den einzelnen Anbietern vergleichen. Die Zinsen, die Arbeitslose für den Kredit zu zahlen haben, sind hoch, doch auch für den Dispokredit werden hohe Zinsen erhoben.

Voraussetzungen, die Arbeitslose erfüllen müssen

Für die Kreditaufnahme wird immer ein Einkommensnachweis zur Prüfung der Bonität gefordert. Arbeitslose müssen ihren Arbeitslosengeld-Bescheid vorlegen. Zusätzlich werden Kontoauszüge gefordert, die Auskunft über die laufenden Ausgaben geben. Arbeitslose, die einen Kredit aufnehmen wollen, müssen besondere Sicherheiten bieten, damit sich die Bank bei einem Zahlungsausfall daran bedienen kann. Solche Sicherheiten können ein Eigenheim, ein Festgeldkonto oder eine Lebensversicherung sein. Der Arbeitslose darf über keinen negativen Schufa-Eintrag verfügen. Günstig ist es, wenn der Arbeitslose einen Mitunterzeichner für den Kreditantrag oder einen Bürgen gewinnen kann. Ist der Arbeitslose verheiratet, so kann der Ehepartner, der nicht arbeitslos ist, zusätzlich den Kreditantrag unterschreiben oder bürgen. Ein Bürge muss über ein Einkommen in entsprechender Höhe verfügen und ein Arbeitsverhältnis nachweisen.

Möglichkeiten für Arbeitslose, einen Kredit aufzunehmen

Arbeitslose haben bei den Filial- und Direktbanken zumeist keine Chance, einen Kredit aufzunehmen. Dennoch können sie einen Kreditantrag stellen, und zwar bei einem Kreditvermittler. Dieser Kreditvermittler ist genau zu prüfen, denn viele Kreditvermittler sind unseriös. Der Kreditinteressierte gelangt bei solchen dubiosen Anbietern schnell in die Schuldenfalle. Kreditinteressierte sollten darauf achten, dass keine Gebühren erhoben werden, bevor es zu einer Kreditvergabe kommt. Institute, die bereits für die Antragsbearbeitung eine Gebühr erheben, sind unseriös und vermitteln oft gar keine Kredite. Die Kreditvermittler pflegen Kontakte zu vielen Banken, um den geeigneten Partner für die Kreditvergabe zu finden. Kreditmarktplätze, auf denen Kredite von Privatpersonen für Privatpersonen vergeben werden, sind eine weitere Möglichkeit für die Kreditaufnahme. Dort müssen die Kreditinteressierten ein Kreditprojekt erstellen und angeben, für welchen Zweck sie den Kredit verwenden wollen. Sind Privatpersonen bereit, dieses Projekt unter den geforderten Bedingungen zu finanzieren, so kann ein Kredit vergeben werden. Die Voraussetzungen für die Kreditvergabe werden bei Kreditvermittlern und auf Kreditmarktplätzen sorgfältig geprüft.

 

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